Wenn Otterndorfs Tourismuschefin Sabine Gütlein über die Vorhaben im Nordseeheilbad spricht, leuchten ihre Augen.
Der Tourismus wächst und gedeiht und das spiegelt sich auch in den Investitionen wider. Die NBank gab jetzt grünes Licht für weitere touristische Pflänzchen am Deich.
Sabine Gütlein steht mitten auf dem neu angelegten Minigolfplatz gleich neben den Seelandhallen. Ende nächster Woche soll der rund 1200 Quadratmeter große turnierfähige Platz eingeweiht werden. Rund 50 000 Euro hat das sportliche Areal gekostet und "findet sicherlich großen Anklang", so Gütlein.
Während ins Minigolffeld die Eigenmittel geflossen sind, werden weitere touristische Attraktionen aus den Töpfen der NBank und der gemeinsamen Landesplanung (Metropolregion Hamburg) gefördert. Eine Gesamtinvestition von rund 240 000 Euro wird in die Erneuerung der Spielgeräte auf dem Spielplatz in Deichnähe und vor allem in die stark frequentierte Skateranlage gegenüber der Spiel- und Spaßscheune fließen. "Sie ist einfach zu klein und muss dringend erweitert werden", erläutert Gütlein. Rund 50 000 Euro soll die Erweiterung kosten.
Die Spielscheune wird demnächst auch mit einem sogenannten Bungee-Trampolin ausgestattet. Die genannten Projekte werden allerdings erst in der kommenden Saison fertiggestellt sein.
Dann soll im Bereich der Freizeitanlagen ein Amphitheater gebaut werden. Es wird so angelegt, dass Tribünen auch von der Beachvolleyballanlage mit zu benutzen sind. Sabine Gütlein: "Wir müssen allerdings immer darauf achten, dass die Qualität vor der Quantität steht und wir ein bodenständiges Otterndorf bleiben."
Das Angebot für Radfahrer und Wassertouristen steht ganz oben auf der Agenda und damit auch die touristische Ausdehnung insgesamt auf die neue Samtgemeinde Land Hadeln. Sabine Gütlein hat dabei das Sietland mit seinen idealen wassertouristischen Strukturen im Blick, aber auch die Entwicklung rund um das Moorinformationszentrum (MoorIZ) in Ahlenfalkenberg. "Die Angebotsstrukturen müssen stimmen, daran arbeiten wir", so Gütlein.
Rund eine halbe Million Übernachtungen zählt Otterndorf jährlich, in diesem Jahr könnten sich die Buchungszahlen sogar nochmals erhöhen. "Wir waren bereits zu Ostern und Pfingsten ausgebucht, das hat es noch nie gegeben", freut sich Gütlein. Dazu zählt auch die sehr gute Belegung der rund 340 Ferienhäuser. "Es gibt sogar Gäste, die sagen, dass sie nicht nach Dänemark fahren, in Otterndorf sei es genauso schön."